Wie alles begann…

Bounty ist eine braune Dobermann Hรผndin, die am 14.03.2014 in Osburg geboren wurde.
Von Ihren Geschwistern war sie die Kleinste und Jรผngste, die sich zwar immer versuchte durchzusetzen aber wenig Chancen hatte. Sie hieรŸ damals noch Mini.

Ich hatte mir schon immer einen eigenen Hund gewรผnscht, bei der Rasse schwebte mir jedoch eher ein Dalmatiner oder Ridgeback vor. Mein damaliger Freund war fรผr einen Dobermann Rรผden.

Wir hatten es zwar im Gesprรคch uns irgendwann mal einen Hund anzuschaffen, aber fรผr mich war das noch nicht konkret. Ich wollte zuvor etwas Geld sparen, einen Job bei dem Hunde erlaubt sind, mit den Vermietern alles in Ruhe klรคren und was eben sonst noch dazu gehรถrt.

In der zweiten Mai Woche 2014 war mein Ex-Freund auf einer Schulung in der Nรคhe von Karlsruhe. Am Donnerstag bekam ich dann einen Anruf von ihm:  โ€žDu musst mich am Freitag mit dem Auto abholen, hier in der Nรคhe gibt es noch einen Dobermann Welpen bei dem die Besitzer abgesprungen sind! Es ist eine braune Hรผndin, die holen wir ab.โ€œ Ihr kรถnnt euch mein Herz und meinen Kopf vorstellen, alles spielte verrรผckt und ich war super aufgeregt, hatte keine Mรถglichkeit mehr klar zu denken.

Den Freitag konnte ich mir frei nehmen und ich bin direkt in der Frรผh zum Hundemaxx gefahren um ein Geschirr und eine Leine zu kaufen. In dem Geschรคft, in dem meine Freundinnen und ich schon so oft waren um fรผr unsere Gassigeh-Hunde, Hunde von Freunden oder den Katzen meiner Mama etwas einzukaufen stand ich nun. Ich bin zu der erstbesten Verkรคuferin gelaufen und habe ihr erklรคrt, dass ich ein Geschirr fรผr eine 8 Wochen alte Dobermann Hรผndin benรถtige, sie hat mir dann bei der Auswahl geholfen und wir haben ein schรถnes, beiges Geschirr gefunden, natรผrlich mit passender Leine.

Den Rest der Grundausstattung wollte ich am nรคchsten Tag mit meinem Freund besorgen, heute hatte ich es schlieรŸlich eilig.

Das Geschirr und die Leine warf ich in den Korb mit den ganzen Handtรผchern und dem Zewa den ich von Zuhause mitgenommen hatte (die erste Autofahrt von einem Welpen ohne Mami und Geschwister kann ja bekanntlich ganz schรถn schief gehen).

Ich dรผse also in Richtung Karlsruhe um meinen Freund abzuholen und mit ihm dann weiter in die kleine Stadt Osburg zu fahren. Nach einer gefรผhlten Ewigkeit sind wir endlich dort angekommen, das Grundstรผck war sehr schรถn, ruhig gelegen. Das รคltere Haus (sehr schรถn hergerichtet) steht in Mitten eines groรŸen Garten, der hinter Teil ist abgezรคunt. Als wir nรคher an den Garten herantreten werden wir auch schon von zwei Dobermรคnnern empfangen, Sie stehen hinter dem Zaun und beobachten uns, bellen aber noch nicht, dass kam erst als wir geklingelt haben.

Als der Besitzer kam und die Hunde zurechtwies durften wir eintreten. Es ging gleich in den hinteren Teil des Gartens wo ein Hundeparadies auf uns wartete. Ein riesiger Garten mit Bรผschen und Bรคumen, zwei Hundehรผtten, Lรถcher die gebuddelt wurden, Stรถckchen und Spielzeug. Die Terrasse war รผberdacht und schรถn abgeschirmt, dort war alles mit Decken und Fellen ausgestattet wo die Welpen und Hรผndin Nachts schliefen. Als wir รผber den niedrigen Zaun stiegen, hรผpfte die Hรผndin direkt mit und lief zu ihren Welpen, die Kleinen waren gerade damit beschรคftigt den Garten umzugraben.

Als die kleinen Welpen uns entdeckt hatten, liefen sie alle tapsig auf uns zu, mein Herz hรผpfte!
Ich setzte mich in die Hocke um die Kleinen zu begrรผรŸen wรคhrend mein damaliger Freund noch damit beschรคftigt war den stattlichen Rรผden zu bestaunen.

Der Besitzer sagte uns die Namen der Welpen und erzรคhlte wo die Anderen hinkommen werden. Die sรผรŸen Raufbolde beschnupperten mich neugierig und von hinten drรคngelte sich die kleine Mini (Bounty) zu mir durch um zielstrebig auf meinen SchoรŸ zu klettern!
Kurz darauf meinte der Zรผchter, dass dies die Hรผndin ist, welche fรผr uns bestimmt wรคre. Natรผrlich musste ich mir dann die Trรคnen verdrรผcken, dass genau dieser Welpe der sofort auf mich krabbelte, auch unserer werden sollte.

Wir verbrachten eine Weile in dem Garten um uns mit den Welpen ein bisschen vertraut zu machen. AnschlieรŸend gingen wir mit dem Besitzer ins Haus um die Formalien abzuhandeln.
Ich durfte Bounty dazu mitnehmen und sie saรŸ derweil die ganze Zeit auf meinem SchoรŸ, knabberte an mir herum und genoss es gestreichelt zu werden.

Da mein Ex-Freund mit dem Zรผchter bereits gesprochen hatte, machte er auch alles weitere aus, unterschrieb alle Dokumente und fรผllte die notwendigen Daten aus.

Ich war ganz in meiner und Bountys Welt versunken und hatte mit keinem Ohr zugehรถrt was die Beiden besprachen.
Wir bekamen noch einen Sack mit Futter um das gewohnte Futter weiter zu geben und dann saรŸen wir auch schon in unserm Auto. Bounty natรผrlich auf meinem SchoรŸ.

Die Autofahrt verlieft fabelhaft, Bounty heulte nicht ein Mal und fand es einfach nur toll auf meinem SchoรŸ zu sitzen und aus dem Fenster zu sehen.

Natรผrlich machten wir regelmรครŸig Pipipausen und somit zog sich die Fahrt รผber 6 Stunden hin.

Als wir Zuhause angekommen sind hat sie erstmal die Wohnung und den Garten genauesten inspiziert und ist dann kurz danach mรผde in unseren Armen eingeschlafen.

Vom Abendessen hielt sie leider nicht so viel und ging dann mit leerem Magen schlafen. Wie sich spรคter herausstellte, lag das jedoch daran, dass ihr das Futter einfach nicht schmeckte und sie bei ihren Geschwistern nur aus Futterneid fraรŸ.

Die erste Nacht war auch kein Problem und natรผrlich durfte die kleine Maus bei uns im Bett schlafen. Einen Herzinfarkt Moment gab es dann auch ganz schnell, als sie ganz nah bei mir lag und ich hรถrte wie schnell sie Atmete. Gott sei Dank wurde ich nach dem Anruf in der Tierklinik ganz schnell beruhigt, dass das bei Welpen normal sei.

Bounty hat mich von der ersten Minute an รผberzeugt und es ging von Tag zu Tag so weiterโ€ฆ.

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